Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – GaranSafe
1. Allgemeines
1.1
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen der GaranSafe (nachfolgend „Provider“), mit Sitz im Kanton Aargau, Schweiz, und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend „Kunde“) im Zusammenhang mit sämtlichen Produkten, Modulen, Applikationen, Schnittstellen, Dienstleistungen und Services des Providers. Die AGB gelten für sämtliche Nutzergruppen, insbesondere Privatkunden (B2C), Unternehmenskunden (B2B), Retail-/White-Label-Partner, API-Integrationspartner, sowie andere Dritte, denen der Kunde Zugriff auf GaranSafe gewährt.
1.2
Durch die Registrierung eines GaranSafe-Kontos, das Installieren oder Nutzen der GaranSafe-App oder Web-App, den Erwerb eines kostenpflichtigen Abonnements (Freemium, Premium oder Business Premium) oder die Nutzung sonstiger Dienstleistungen des Providers erklärt der Kunde sein vorbehaltloses Einverständnis zu diesen AGB und erkennt deren Verbindlichkeit an.
1.3
Der Provider ist berechtigt, diese AGB jederzeit zu ändern oder zu ergänzen. Änderungen werden dem Kunden in geeigneter Weise mitgeteilt (z. B. per E-Mail, In-App-Mitteilung oder Hinweis in der Web-App). Widerspricht der Kunde einer Änderung nicht innert 14 Tagen nach Mitteilung, gelten die Änderungen als akzeptiert. Die jeweils aktuelle Fassung der AGB wird auf der offiziellen Website des Providers (GaranSafe Website) veröffentlicht. Die fortgesetzte Nutzung der Software oder Dienstleistungen nach Mitteilung einer Änderung gilt als ausdrückliche Zustimmung zu den geänderten Bestimmungen.
2. Vertragsgegenstand
2.1
Mit der GaranSafe-App, der cloudbasierten GaranSafe-Webanwendung, GaranSafe Business Premium sowie allen weiteren Modulen, Funktionen und Erweiterungen (nachfolgend gemeinsam „Software GaranSafe“) erbringt der Provider Software-as-a-Service („SaaS“)-Dienstleistungen zur digitalen Verwaltung, Speicherung, Strukturierung und Organisation von Garantieunterlagen, Kaufbelegen, Rechnungen, Versicherungsdokumenten, Produktinformationen und sonstigen vom Kunden hochgeladenen oder erfassten Dateien und Metadaten.
Die Software GaranSafe ermöglicht je nach Abonnement u. a. die Dokumentenerfassung, Erinnerungsfunktionen, automatische Benachrichtigungen, Team- und Zugriffsverwaltung, Geräte-Synchronisation, Exportfunktionen sowie integrationsbezogene Dienste für Unternehmenskunden.
2.2
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus
(a) dem vom Kunden gewählten Abonnement (z. B. Freemium, Premium, Business Premium),
(b) der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website des Providers sowie
(c) den im Kundenkonto aktivierten Zusatzfunktionen.
Die Leistungsbeschreibung ist integraler Bestandteil des Vertrags.
2.3
Der Provider kann zusätzliche, optionale oder separat vergütete Leistungen anbieten, darunter insbesondere API-Schnittstellen, Retail- oder White-Label-Integrationen, Datenexporte, Berichte, Mehrbenutzer- und Teamfunktionen, Berater- bzw. externer Nutzerzugänge, Automatisierungen oder sonstige Erweiterungen.
Sofern für solche Zusatzleistungen keine abweichenden Bedingungen gelten, finden diese AGB ergänzend und uneingeschränkt Anwendung.
3. Softwareüberlassung
3.1 Bereitstellung der Software (nur Business Premium)
Der Provider stellt dem Kunden die Software GaranSafe – bestehend aus der cloudbasierten Web-App sowie dem Business Dashboard inkl. aller aktivierten Module – ausschliesslich im Rahmen eines gültigen Business Premium-Abonnements zur Verfügung.
Die Bereitstellung erfolgt im Software-as-a-Service-Modell (SaaS) über das Internet; eine lokale Installation der Software ist ausgeschlossen.
Die GaranSafe-App (Freemium oder Premium) stellt keine gesonderte Softwareüberlassung dar, sondern dient ausschliesslich als mobile Anwendung zur Nutzung der vom Provider bereitgestellten Plattformfunktionen.
3.2 Weiterentwicklung und funktionale Anpassungen
Der Provider entwickelt die GaranSafe-Business-Software kontinuierlich weiter und führt regelmässig Verbesserungen, Aktualisierungen und Erweiterungen durch, insbesondere in den Bereichen:
Durch Updates/Upgrades verursachte Anpassungskosten beim Kunden (z. B. Hard-/Software-Voraussetzungen, interner Aufwand) trägt der Kunde selbst.
3.3 Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Fehlerbehebung
Der Provider überwacht die Verfügbarkeit und Funktionstüchtigkeit der Business-Software sowie der mobilen App im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Zumutbaren.
Ein Softwarefehler liegt vor, wenn:
Nicht als Fehler gelten insbesondere:
4. Nutzungsrechte
4.1 Umfang der Nutzungslizenz
Der Provider räumt dem Kunden ein einfaches, nicht exklusives, nicht übertragbares und zeitlich auf die Dauer des Vertrags beschränktes Recht ein, die Software GaranSafe im Rahmen des gewählten Abonnements gemäss Leistungsbeschreibung zu nutzen.
Die Nutzung erfolgt ausschliesslich über die vom Provider bereitgestellten Plattformen (Web-App, mobile App) im SaaS-Modell. Eine Installation auf eigener IT-Infrastruktur des Kunden ist ausgeschlossen.
4.2 Verbot der Vervielfältigung, Analyse und Modifikation
Sofern nicht ausdrücklich in Schriftform genehmigt, ist es dem Kunden untersagt:
Dieses Verbot gilt ausdrücklich auch für Unternehmenskunden, Retailer, White-Label-Partner und externe Integrationspartner.
4.3 Keine Überlassung an Dritte
Die Weitergabe, Unterlizenzierung oder Überlassung der Software an Dritte – entgeltlich oder unentgeltlich – ist untersagt, es sei denn, sie ist im Abonnement vorgesehen (z. B. Team-Mitglieder bei Business Premium, Retail-White-Label-Zugänge).
Jede darüberhinausgehende Nutzung durch Dritte ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Providers zulässig.
4.4 Schutzpflicht des Kunden vor unbefugter Nutzung
Der Kunde verpflichtet sich:
4.5 Schutz vor automatisiertem Datenzugriff (Scraping/Bots)
Nicht gestattet ist jegliche Form von:
Der Provider darf automatisierte Zugriffe technisch blockieren oder den Kunden sperren.
4.6 Verbot der technischen oder funktionalen Nachbildung der Software
Insbesondere Retailer, White-Label-Partner, Integrationspartner und Unternehmenskunden dürfen die Software weder ganz noch teilweise nachbauen oder zur Entwicklung eines eigenen Systems verwenden.
Dies umfasst ausdrücklich:
4.7 Audit- und Kontrollrechte des Providers
Der Provider ist berechtigt, nach angemessener Vorankündigung Audits durchzuführen, um die Einhaltung dieser Nutzungsbestimmungen zu überprüfen.
Der Kunde gewährt dem Provider hierfür die erforderlichen Einsichten in Systeme, Protokolle und Zugriffe.
Verstösse können zur sofortigen Sperrung oder Kündigung führen.
4.8 Rechtsfolgen von Verstössen
Bei Verletzung der Bestimmungen dieses Kapitels ist der Provider berechtigt:
5. Data-Hosting und Datensicherheit
5.1 Speicherort und Infrastruktur
Der Provider hostet sämtliche Daten ausschliesslich in der Schweiz bei einem professionellen Schweizer Rechenzentrumsanbieter (derzeit Infomaniak).
Sämtliche Daten werden auf Servern verarbeitet, gespeichert und gesichert, die vollständig dem schweizerischen Datenschutzrecht unterliegen.
Backups und Redundanzen erfolgen ausschliesslich an weiteren Standorten innerhalb der Schweiz.
5.2 Art der gespeicherten Daten
Im Rahmen der Nutzung der GaranSafe-Plattform speichert der Provider u. a. folgende Datenkategorien:
5.3 Abrufbarkeit und technische Verfügbarkeit
Der Provider stellt die gespeicherten Daten im Rahmen der technischen Möglichkeiten zur Verfügung. Temporäre Einschränkungen infolge von Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates oder unvorhergesehenen Systemstörungen können auftreten und berechtigen nicht zu Schadenersatz.
5.4 Keine Prüfung hochgeladener Inhalte
Der Provider übernimmt keine rechtliche oder inhaltliche Prüfung der vom Kunden hochgeladenen Dokumente, Garantien oder Belege.
Insbesondere wird weder die Gültigkeit, Echtheit, rechtliche Wirksamkeit noch die Verwertbarkeit der Inhalte kontrolliert. Der Provider bietet keine Rechtsberatung an.
5.5 Verbotene Inhalte
Der Kunde ist verpflichtet, keine Inhalte hochzuladen oder zu speichern,
5.6 Sicherheitsmassnahmen
Der Provider trifft angemessene technische und organisatorische Massnahmen (TOMs) zur Verhinderung von Datenverlust und unbefugtem Zugriff, u. a.:
5.7 Verantwortung des Kunden für eigene Datenverluste
Der Provider haftet nicht für Datenverluste, die entstehen durch:
5.8 Eigentum an Daten und Herausgabe
Der Kunde bleibt jederzeit alleiniger Eigentümer seiner gespeicherten Daten.
Während der Vertragslaufzeit kann der Kunde jederzeit die Herausgabe seiner Daten verlangen.
Die Herausgabe erfolgt in einem gängigen strukturierten Format (z. B. ZIP-Archiv mit CSV/JSON/PDF-Dateien), elektronisch über gesicherte Übertragung.
Der Provider ist berechtigt, für die technische Umsetzung der Herausgabe eine angemessene Aufwandsentschädigung zu verlangen.
5.9 Datenlöschung nach Vertragsende
Nach Vertragsbeendigung bewahrt der Provider die Daten des Kunden für einen Zeitraum von 30 Kalendertagen auf. Innerhalb dieser Frist kann der Kunde die Herausgabe seiner Daten gemäss Ziff. 5.8 verlangen.
Nach Ablauf der Frist werden sämtliche personenbezogenen und dokumentenbezogenen Daten des Kunden unwiderruflich gelöscht.
5.10 Erweiterung des Speicherplatzes
Der Provider stellt dem Kunden Speicherplatz gemäss Abonnementumfang zur Verfügung.
Wird die Speichergrenze erreicht, wird der Kunde rechtzeitig informiert. Eine Erweiterung ist gegen zusätzliches Entgelt möglich.
5.11 Spezielle Regelungen für Retail- und White-Label-Partner
Im Falle einer Nutzung durch oder im Namen eines Retail- oder White-Label-Partners gilt:
6. Subunternehmer
6.1 Einsatz von Subunternehmern
Der Provider ist berechtigt, für die Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen qualifizierte Dritte (Subunternehmer) beizuziehen, insbesondere für:
Der Provider verpflichtet sich, Subunternehmer im In- und Ausland sorgfältig auszuwählen und zu instruieren sowie mit diesen geeignete vertragliche Datenschutz- und Vertraulichkeitsvereinbarungen zu treffen.
6.2 Haftung für Subunternehmer
Soweit gesetzlich zulässig, schliesst der Provider jegliche direkte oder indirekte Gewährleistung und Haftung für Leistungen oder Unterlassungen von Subunternehmern aus.
Der Provider haftet ausschliesslich für eigenes Verschulden sowie für eine pflichtwidrige Auswahl oder ungenügende Instruktion eines Subunternehmers.
Eine weitergehende Haftung für Dritte – insbesondere bei Ausfällen, Fehlern oder Verzögerungen durch Subunternehmer – ist ausdrücklich ausgeschlossen.
7. Externe Zugriffe (z. B. Treuhänder, Retailer, Business Accounts)
7.1 Zugriffsgewährung an Dritte
Die Software GaranSafe ermöglicht es Kunden, Drittpersonen wie beispielsweise Teammitgliedern, Beratern, Treuhändern, Retail-Partnern oder externen Administratoren Zugriff auf ihr GaranSafe-Konto oder bestimmte Funktionsbereiche zu gewähren. Die Art und der Umfang der Zugriffsrechte richten sich nach dem gewählten Abonnement (z. B. Business Premium) sowie den im Kundenkonto vorgenommenen Berechtigungen.
7.2 Verwaltung und Widerruf von Zugriffsrechten
Der Kunde behält jederzeit die vollständige Kontrolle über die erteilten Zugriffsrechte und kann diese über die Benutzerverwaltung eigenständig einrichten, anpassen oder vollständig entziehen.
Der Zugriff Dritter endet automatisch bei Entzug der Rechte durch den Kunden oder bei Beendigung des entsprechenden GaranSafe-Kontos.
7.3 Nutzung durch Drittpersonen im Mandatsverhältnis (z. B. Treuhänder, Retailer)
Sofern vorgesehen, können Drittpersonen ein eigenes GaranSafe Business-Konto eröffnen und darin mehrere Kunden oder externe Mandate verwalten (z. B. im Rahmen von Treuhand-, Support- oder Retail-Dienstleistungen).
In diesem Fall verwaltet die Drittperson selbstständig die Zugriffsrechte ihrer Endkunden, trägt jedoch die volle Verantwortung für:
7.4 Selbständige Verantwortung Dritter
Dritte, denen Zugriff auf Kundendaten oder Funktionsbereiche gewährt wurde, sind eigenverantwortlich für die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Pflichten, insbesondere im Zusammenhang mit Datenschutz, Vertraulichkeit, Datensicherheit und der auftragsrechtlichen Sorgfaltspflicht.
Der Provider übernimmt keine Haftung für Handlungen oder Unterlassungen solcher Drittpersonen.
7.5 Einwilligung zur Datenfreigabe an berechtigte Drittpersonen
Mit der aktiven Erteilung von Zugriffsrechten erklärt der Kunde ausdrücklich sein Einverständnis, dass der Provider berechtigten Drittpersonen den technischen Zugriff auf die vom Kunden freigegebenen Daten ermöglichen darf.
Diese Freigabe umfasst ausschliesslich die vom Kunden aktiv zugelassenen Datenbereiche.
Der Provider übernimmt keine Verantwortung für die Art oder den Zweck der Datenverarbeitung durch Dritte. Die Verantwortung für die Auswahl der Drittperson und deren Rechte obliegt ausschliesslich dem Kunden.
7.6 Kein Eigentums- oder Nutzungsrecht an Kundendaten durch Dritte
Dritte, einschliesslich Retail-Partner oder White-Label-Integratoren, erwerben keinerlei Eigentumsrechte oder dauerhafte Nutzungsrechte an den überlassenen Daten, Metadaten, Dokumenten oder Benutzerinformationen.
Alle Daten verbleiben im rechtlichen Eigentum des ursprünglichen Kunden.
8. Marketplace und API
8.1 API-Zugänge und Drittintegrationen
Der Provider kann dem Kunden im Rahmen bestimmter Abonnements (insbesondere Business Premium) Zugriff auf technische Schnittstellen (API) sowie auf integrationsfähige Zusatzfunktionen gewähren. Diese Schnittstellen ermöglichen es dem Kunden, ausgewählte Daten und Funktionen der Software GaranSafe in externe Systeme einzubinden oder Drittsoftware über den sogenannten „GaranSafe Marketplace“ zu integrieren.
Mit der Nutzung solcher Schnittstellen oder Integrationen erklärt der Kunde sein ausdrückliches Einverständnis zu:
Der Provider behält sich vor, API-Endpunkte, Zugriffslimits und Funktionsumfang jederzeit anzupassen oder zu beschränken.
8.2 Keine Verantwortung für Drittanbieter
Der Provider bietet über die API oder den Marketplace lediglich die technische Verbindung zu Drittanbietern an und agiert dabei weder als Vertragspartner noch als Gewährleister der jeweiligen Drittleistung.
Der Provider übernimmt keine Verantwortung für:
8.3 Schutz der GaranSafe-Plattform
Der Provider ist berechtigt, Integrationen mit Drittanbietern jederzeit einzustellen, zu deaktivieren oder die API-Zugänge einzelner Kunden zu sperren, sofern:
9. Beratungs- und Zusatz-Dienstleistungen
9.1 Zusatzangebote durch den Provider oder beauftragte Partner
Der Provider kann dem Kunden auf Anfrage oder im Rahmen individueller Vereinbarungen ergänzende Leistungen anbieten, insbesondere:
Diese Zusatzleistungen können entweder direkt durch den Provider oder durch vom Provider sorgfältig ausgewählte Partnerunternehmen (z. B. Softwareentwicklungsfirmen) erbracht werden. Aktuell arbeitet der Provider hierfür insbesondere mit qualifizierten externen Entwicklungspartnern mit Sitz im In- und Ausland zusammen.
9.2 Datenweitergabe an technische Partner
Soweit für die Erbringung der Beratungs- oder Zusatzdienstleistungen erforderlich, dürfen relevante Kundendaten (z. B. technische Konfigurationen, Systemumgebungen, Beispiel-Dokumente oder anonymisierte Daten) an den beauftragten technischen Partner übermittelt werden.
Die Weitergabe erfolgt ausschliesslich zweckgebunden, im Rahmen datenschutzrechtlicher Vorgaben sowie auf Basis geeigneter Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung und Vertraulichkeit. Der Kunde erklärt sich damit ausdrücklich einverstanden.
9.3 Keine Verantwortung für Drittanbieterleistungen
Sofern eine Beratungs- oder Zusatzleistung durch einen Drittanbieter im eigenen Namen erbracht wird (z. B. im Rahmen eines direkt zwischen dem Kunden und dem Partner geschlossenen Vertrages), bestehen sämtliche Leistungsansprüche ausschliesslich gegenüber diesem Drittanbieter.
Der Provider haftet in diesem Fall nicht für Inhalt, Umfang, Qualität oder Erfolg der Leistungserbringung.
9.4 Einschränkung oder Ablehnung von Zusatzleistungen
Der Provider ist berechtigt, Beratungs- oder Zusatzdienstleistungen jederzeit ganz oder teilweise abzulehnen oder einzuschränken, insbesondere bei:
9.5 Kein Anspruch auf Durchführung
Es besteht kein Anspruch auf die Durchführung von individuellen Anpassungen, Beratungsleistungen oder Integrationen. Diese erfolgen ausschliesslich nach separater Vereinbarung und Verfügbarkeit entsprechender Ressourcen.
9.6 Abgrenzung zur Plattformnutzung
Die ordentliche Nutzung der Software GaranSafe gemäss Abonnement umfasst keine Beratungsleistungen im Sinne dieses Kapitels. Zusatzleistungen werden – sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart – separat offeriert und vergütet.
10. Externe Zahlungsschnittstellen und Service-Integrationen
10.1 Funktionsumfang
GaranSafe kann dem Kunden in ausgewählten Fällen ermöglichen, externe Dienste wie Zahlungsanbieter, Versicherungsportale oder Garantieverlängerungsdienste direkt über die Plattform zu nutzen.
Diese Integrationen dienen ausschliesslich der optionalen Ergänzung der GaranSafe-Funktionen (z. B. digitale Verlängerung einer Garantie gegen Entgelt, direkter Versicherungsabschluss oder Zahlung von Erinnerungsgebühren).
10.2 Aktivierung und Datenübermittlung
Die Nutzung solcher Integrationen ist optional und erfordert die aktive Zustimmung des Kunden.
Soweit erforderlich, werden bestimmte Daten wie Name, E-Mail-Adresse, Produkt- oder Geräteeigenschaften, Garantieinformationen oder Ablaufdaten an den jeweiligen Drittanbieter übermittelt.
Der Kunde erklärt sich mit der zweckgebundenen Weitergabe dieser Daten ausdrücklich einverstanden.
10.3 Haftung für Drittanbieter
Der Provider übernimmt keine Verantwortung für:
Jegliche vertragliche Beziehung entsteht direkt zwischen dem Kunden und dem Drittanbieter. Für technische Probleme, rechtliche Ansprüche oder Rückforderungen ist ausschliesslich der Drittanbieter verantwortlich.
10.4 Deaktivierung und Rechteentzug
Der Kunde kann aktive Schnittstellen jederzeit über sein GaranSafe-Konto deaktivieren.
Bei Kündigung des GaranSafe-Kontos werden alle aktiven Verknüpfungen automatisch auf Seiten des Providers aufgehoben.
Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, eventuell auf Seiten des Drittanbieters vergebene Berechtigungen separat zu widerrufen.
10.5 Sicherheit und Einschränkungen
Der Provider kann die Nutzung einzelner oder sämtlicher Integrationen jederzeit einschränken oder deaktivieren, insbesondere aus Sicherheits-, Datenschutz- oder Stabilitätsgründen.
Zudem ist der Provider berechtigt, technische Vorgänge im Zusammenhang mit der Nutzung solcher Integrationen systemseitig zu protokollieren (z. B. Zeitpunkt der Aktivierung, Statusinformationen, Fehlermeldungen).
11. Support
11.1
Der Provider stellt dem Kunden Supportleistungen für die Nutzung der GaranSafe-Plattform grundsätzlich über die vom Provider zur Verfügung gestellten Kanäle bereit (z. B. E-Mail, In-App-Support, Kontaktformular, Chatfunktion).
Ein Anspruch auf bestimmte Supportzeiten oder garantierte Reaktionsfristen besteht nicht. Supportanfragen werden nach Möglichkeit zeitnah und unter Berücksichtigung verfügbarer Ressourcen bearbeitet.
11.2
Der Support beschränkt sich ausschliesslich auf Leistungen, die durch den Provider bereitgestellt werden.
Support für Drittanbieterdienste, externe Integrationen oder Plattformen (z. B. Zahlungsanbieter, Versicherungspartner, API-Dienste) ist ausdrücklich ausgeschlossen.
12. Erreichbarkeit und Wartung
12.1 Verfügbarkeit der Plattform
Der Provider ist bemüht, den Zugang zur GaranSafe-Plattform im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Zumutbaren dauerhaft verfügbar zu halten.
Ein Anspruch auf durchgehende (unterbrechungsfreie) Verfügbarkeit besteht jedoch nicht.
Kurzfristige Einschränkungen können insbesondere bei Wartungsarbeiten, sicherheitsrelevanten Updates, technischen Anpassungen oder bei Ausfällen von Drittanbieterdiensten auftreten.
12.2 Wartungsarbeiten und Systempflege
Geplante Wartungsarbeiten, welche die Verfügbarkeit wesentlich beeinträchtigen könnten, werden nach Möglichkeit im Voraus angekündigt und bevorzugt ausserhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt.
Bei sicherheits- oder stabilitätskritischen Problemen kann der Provider jederzeit ungeplante Wartungsmassnahmen vornehmen.
12.3 Drittanbieter ausgeschlossen
Die Verfügbarkeit und Funktionalität von Drittanbieterdiensten (z. B. Zahlungsplattformen, Versicherungen, API-Partnern) liegen ausserhalb des Einflussbereichs des Providers.
Störungen bei externen Services stellen keine Leistungsminderung der GaranSafe-Plattform dar und begründen weder Ersatz- noch Minderungsansprüche.
13. Pflichten des Kunden
13.1 Allgemeine Sorgfaltspflichten
Der Kunde verpflichtet sich, die Software GaranSafe ausschliesslich vertrags- und gesetzeskonform zu nutzen.
Er ist insbesondere dafür verantwortlich, alle hochgeladenen Inhalte, Benutzerzugriffe und Systemnutzungen in Einklang mit den geltenden Gesetzen, diesen AGB sowie dem vereinbarten Nutzungsumfang durchzuführen.
13.2 Inhaltliche Verantwortung
Der Kunde ist allein verantwortlich für:
Der Provider nimmt keine Prüfung oder rechtliche Bewertung der vom Kunden eingestellten Inhalte vor.
13.3 Sicherheit und Zugriffsschutz
Der Kunde ist verpflichtet, geeignete technische und organisatorische Massnahmen zu ergreifen, um unbefugten Zugriff auf sein GaranSafe-Konto oder auf sensible Daten (z. B. Dokumente, Teamverwaltung, API-Zugänge) zu verhindern. Dazu gehören insbesondere:
13.4 Systemvoraussetzungen
Der Kunde trägt die Verantwortung dafür, dass seine verwendeten Geräte, Betriebssysteme und Browser mit der Software GaranSafe kompatibel sind.
Fehlfunktionen aufgrund veralteter oder ungeeigneter Softwareumgebungen liegen in seiner Verantwortung.
13.5 Virenschutz und technische Hygiene
Der Kunde verpflichtet sich, sämtliche hochgeladenen Dateien (z. B. PDFs, Bilder, Dokumente) vor dem Upload auf Viren, Malware oder schadhafte Inhalte zu prüfen und nur sichere Dateien in die GaranSafe-Plattform einzuspielen.
Der Provider ist berechtigt, infizierte oder verdächtige Dateien ohne Rückfrage zu blockieren oder zu löschen.
13.6 Personendaten und Kommunikationsdaten
Der Kunde verpflichtet sich, seine Kontaktdaten (insbesondere E-Mail-Adresse, Name, Telefonnummer und Rechnungsadresse) vollständig, korrekt und aktuell zu halten.
Änderungen sind umgehend im Benutzerkonto vorzunehmen.
Bei Unternehmenskunden gilt dies auch für Teammitglieder und Zugriffskontrollen.
13.7 Richtlinien für Business- und Teamfunktionen
Unternehmenskunden, welche Business-Premium-Funktionen nutzen (z. B. Rollenverwaltung, Teamlizenzen, API-Zugänge), verpflichten sich, intern geeignete Kontrollmechanismen zur sicheren Zuweisung von Rechten und zur Vermeidung von Datenmissbrauch einzuführen.
13.8 Missbrauchsverbot
Dem Kunden ist es untersagt:
13.9 Sanktionen bei Pflichtverstössen
Verletzt der Kunde seine Pflichten gemäss diesem Kapitel, ist der Provider berechtigt, folgende Massnahmen zu ergreifen:
14. Entgelt / Zahlungsbedingungen
14.1
Der Kunde verpflichtet sich, die für das gewählte Abonnement anfallenden Gebühren gemäss der jeweils gültigen Preisliste des Providers fristgerecht zu bezahlen.
14.2
Die Rechnungsstellung und Zahlung erfolgen gemäss den im GaranSafe-Konto festgelegten Zahlungsmodalitäten.
14.3
Bei Zahlungsverzug ist der Provider berechtigt, Verzugszinsen, Mahngebühren und gegebenenfalls Inkassokosten zu verrechnen.
14.4
Der Provider kann den Zugang zur Plattform temporär sperren, bis offene Beträge vollständig beglichen sind.
14.5
Alle Preise verstehen sich in Schweizer Franken (CHF) exkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer, sofern nicht anders angegeben.
15. Vertragsänderungen
15.1
Der Provider behält sich das Recht vor, Leistungen, Abonnementpreise oder Vertragsbestandteile anzupassen.
15.2
Über wesentliche Änderungen wird der Kunde rechtzeitig informiert. Er kann bei erheblichen Leistungsverschlechterungen ausserordentlich kündigen.
15.4
Die jeweils aktuelle Version der AGB ist auf der GaranSafe-Website publiziert und gilt ab Inkrafttreten als akzeptiert, sofern der Kunde die Nutzung nicht einstellt.
16. Gewährleistung und Haftung
16.1
Die Nutzung der GaranSafe-Plattform erfolgt auf eigene Gefahr des Kunden. Die Software wird "as is" bereitgestellt – ohne ausdrückliche oder stillschweigende Garantien.
16.2
Der Provider garantiert nicht, dass die Plattform dauerhaft fehlerfrei, unterbruchsfrei oder vollkommen sicher funktioniert.
16.3
Ein absoluter Schutz vor Datenverlust, Sicherheitsverletzungen, Missbrauch oder unberechtigtem Zugriff kann technisch nicht garantiert werden. Der Kunde erkennt dies ausdrücklich an.
16.4
Die Haftung des Providers für direkte Schäden ist auf den Betrag beschränkt, den der Kunde in den letzten 12 Monaten für die Nutzung bezahlt hat.
16.5
Die Haftung für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Datenverluste, Rechtsverletzungen durch falsche Nutzung oder fehlerhafte Daten, ist vollumfänglich ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
16.6
Der Provider haftet nicht für Inhalte oder Leistungen von Drittanbietern, Integrationen, externen Schnittstellen oder hochgeladenen Dokumenten.
16.7
Allfällige Mängel sind vom Kunden innert 14 Tagen nach Auftreten zu melden. Nachträgliche Ansprüche sind ausgeschlossen.
17. Vertragsdauer und Kündigung
17.1
Der Vertrag beginnt mit der Registrierung und gilt für die gewählte Abonnementdauer.
17.2
Ohne fristgerechte Kündigung verlängert sich das Abonnement automatisch um die gleiche Laufzeit.
17.3
Die Kündigung erfolgt online über das Kundenkonto. Ein Bestätigungslink wird per E-Mail versendet und muss aktiv bestätigt werden.
17.4
Der Provider kann das Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung kündigen – insbesondere bei:
17.5
Bei Tod eines Kunden können berechtigte Angehörige, gegen Nachweis, den Zugriff auf gespeicherte Daten beantragen.
17.6
Nach Vertragsbeendigung gelten die Bestimmungen zur Datenausgabe und -löschung gemäss Kapitel 5.
18. Mitteilungen
Mitteilungen zwischen dem Provider und dem Kunden erfolgen über die Plattform, per E-Mail oder Post.
Der Kunde verpflichtet sich, seine Kontaktangaben (insbesondere E-Mail-Adresse) aktuell zu halten.
19. Datenschutz
Der Kunde akzeptiert mit diesen AGB die jeweils gültige Datenschutzerklärung sowie die Bestimmungen des Auftragsverarbeitungsvertrags (AVV), sofern anwendbar.
Ein zweckgebundener Datenaustausch mit beauftragten Partnerunternehmen erfolgt gemäss den geltenden Datenschutzvorgaben.
Der Provider setzt angemessene technische und organisatorische Sicherheitsmassnahmen ein, kann jedoch keine absolute Datensicherheit garantieren.
20. Immaterialgüterrechte
Alle Rechte an der GaranSafe-Software, dem Design, den Marken, Texten, Grafiken und sonstigen Inhalten verbleiben beim Provider oder dessen Lizenzgebern.
Jegliche Vervielfältigung, Bearbeitung oder Weiterverbreitung ohne ausdrückliche Zustimmung ist unzulässig.
21. Vertraulichkeit und Referenznennung
21.1
Der Provider behandelt sämtliche Kundendaten vertraulich und gibt diese nicht an unberechtigte Dritte weiter – ausgenommen gesetzlich vorgeschriebene Offenlegungspflichten oder vertraglich geregelte Partnerkooperationen.
21.2
Der Kunde erklärt sich einverstanden, dass der Provider ihn (z. B. mit Firmenlogo) als Referenzkunde in Kommunikationsmitteln aufführen darf. Diese Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden.
22. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, berührt dies die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht.
Unwirksame Regelungen gelten durch wirtschaftlich und rechtlich möglichst gleichwertige ersetzt.
23. Anwendbares Recht / Gerichtsstand
Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht, unter Ausschluss des Kollisionsrechts und internationaler Abkommen (z. B. UN-Kaufrecht).
Ausschliesslicher Gerichtsstand ist der Sitz des Providers (aktuell: Aargau, Schweiz).
24. Sprachversionen / Vorrang
Im Falle von Abweichungen zwischen verschiedenen Sprachfassungen dieser AGB ist ausschliesslich die deutsche Version rechtlich verbindlich.